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Von der Pflanze bis zur Tasse

Neulich auf dem Weg zur Arbeit

„Guck mal, Opa, da geht der Kaffee-Mann.“ hört Javier Román hinter sich eine Kinderstimme sagen, als er eilig die Straßenseite überqueren wollte, um in sein Geschäft zu gelangen. Er hält inne und dreht sich um. Vor ihm steht ein kleiner Junge, der aufgeregt an der Hand seines Opas zerrt. Der Opa beruhigt den Spross. Der Kleine erzählt Javier, dass er total begeistert ist von der tollen Maschine, die aussieht wie eine Lokomotive und in der er den Kaffee für seinen Opa und für seine Eltern mache. Und das er sich immer darauf freut, wenn er mit Opa in den Laden kommt, nicht nur wegen der großen Maschine, sondern weil es auch so gut duftet.

Großvater Francisco

Javier Román erinnert sich

In diesem Moment werden bei Javier Román Erinnerungen wach: "Ich sehe mich selbst als kleiner Junge bei Opa an der Hand, unterwegs auf einer Kaffeeplantage. Bereits seit frühester Kindheit begleitet mich der Kaffee. Ich bin praktisch mit ihm aufgewachsen.

Für mich gab es ein Vorbild, einen Lehrmeister, der  mir in Sachen Kaffee von der Pike auf alles beigebracht hat: mein Opa Francisco. Bei ihm verdiente ich mir damals als kleiner Junge in den Plantagen bereits mein erstes Taschengeld. Manchmal war ich traurig, wenn meine Freunde Fußball spielen gingen und ich Opa helfen musste, auf der Plantage oder beim Rösten."

Opa Francisco war in seiner Geburtsstadt Diriamba, im Bundesstaat Carazo/Nicaragua, eine geschätzte und hoch angesehene Persönlichkeit. Er verwaltete über viele Jahrzehnte hinweg riesige Kaffeeplantagen und war ein gefragter Spezialist für den Kaffeeanbau.

"Heute bin ich meinem Opa Francisco sehr dankbar. Gerade eine dieser von ihm verwalteten Plantagen, die Finca „Las tres Marias“ kaufte ich 1995 auf und verarbeite seit 2001 in Wismar und Rostock exzellenten Rohkaffee, natürlich auch von unserer eigenen Plantage.", so Javier weiter.

Von Generation zu Generation

Über die nun mehr als 20 Jahre, die unsere Rösterei besteht, hat sich auch unser Familienunternehmen weiterentwickelt. Mittlerweile ist auch die nächste Generation fest im Unternehmen integriert. Somit können wir uns noch besser aufstellen und bereisen mittlerweile nicht mehr nur Nicaragua zur Kaffeeernte sondern stellen den Direktkontakt zu den Kaffeeproduzenten auch in anderen Anbauländern persönlich her.

Auch haben wir einen zusätzlichen Röststandort in Kritzow bei Wismar errichtet. Hier rösten wir ebenso wie im Wismarer Laden handwerklich mit einer Trommelröstmaschine - immer so frisch wie möglich.

Anspruch und Qualität

Aus dieser tiefen Verbindung zu Kaffee, die nun seit mehreren Generationen in unserem Unternehmen weitergegeben wurde, geht ein hoher Anspruch an unseren Kaffee und uns selbst hervor. Kaffee ist ein edles Genußmittel und alle Schritte seiner Verarbeitung sind extrem wichtig für einen vollendeten Genuß in der Tasse. Vom Anbau, der Ernte über das Rösten und letztlich die Zubereitung muss jeder Schritt mit Hingabe und Wertschätzung gegenüber dem Produkt erfüllt sein.

Dementsprechend sind wir jedes Jahr vor Ort in Nicaragua und auch anderen Anbaugebieten, um die Prozesse zu begleiten, und stellen die gleichen Anforderungen auch an alle anderen Kaffees, die wir verarbeiten. Hohe Qualität, Hingabe und eine faire Bezahlung sind essenzielle Pfeiler unserer Philosophie.